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S-Bahnparabel

naDine Raffler

Ich sitze
In der S-Bahn und
Bilde einen Eckpunkt
Der Ebene des Jetzt’.
Die anderen
Eckpunkte der Ebene
Sind entweder unendlich
Weit entfernt oder unendlich
Nah. Jedenfalls ist mir nur ein Punkt
Dieser Ebene bekannt:
Ich.

Mein Auge
Blickt aus dem
Fenster,
Die andere Seite der Bahn
Ist mir unbekannt, existiert
Sie überhaupt noch?
Ich vergesse sie.
Meine Zeit grenzt
Sie aus, ich bin das Ende.
Und der Anfang zugleich.

Mein Auge
Beobachtet die
Vorbeiziehenden Dörfer.
Ich sitze
Entgegen der Fahrtrichtung und
Erblicke das Vergangene.

Dorf um
Dorf,
Hügel um
Hügel,
Wie schnell
Sie doch fort sind.

Kurz
Ist ihr Weg
Durch die Ebene,
Deren anfänglichen und
Beendenden Eckpunkt
Ich
Bilde.
Lang
Ist der Raum
Dahinter.
Immer weiter erkunden sie
Diesen Raum.
Weg.
Immer weiter.
Fort
Für immer.

Im Blick
Habe ich die
Anzeigentafel
der Bahn.
Nächster Halt:
Mammendorf.

Wie gut,
Bald wieder zu
Hause zu sein.

Wie schön,
Die Zukunft
Vorhergesagt zu
Bekommen.

Wie unglaublich,
Doch wahr,
Jedes mal aufs Neue zu
Erkennen, dass die
Vorhersage stimmt.

Allmächtig ist sie.
Und allgegenwärtig.
Die Zukunft ist
Überall,
Sogar im Blickfeld
Meines Auges,
Das die
Vergangenheit fokussiert.

Das Jetzt
Steigt aus,
Schreitet fort
In Richtung
Zukunft.
Doch wird es sie nie
Erreichen. ‹

In die Geister der Zeit

Cornelius Oette

An der Zeit -
eine kleine Grammatik

Alles hat seine Zeit
Alles hat seinen Raum
alles hat seinen Zeit-Raum

Können wir ohne Veränderung überhaupt Zeit wahrnehmen?
Liegt die Zeit nicht in der Tätigkeit, im Verb?
Oder zwischen den Verben?

Die Zeit
ist
die Begeisterung
des Objekts zum Subjekt
im Verb
ersteht
die Zeit
als
tätiger Geist

Es ruht
es wächst
sie fühlt
er spricht
ich denke

Es überwindet der denkende Geist im Denken die Zeit
indem er sie zu sich selbst führt.

›››››››

Kann etwas nicht an der Zeit sein?
Unzeit-ig
ist ewig oder vorher oder nachher.

So wie die Pflanze tut was sie ist
wachsend als Blatt im Grün
und blühend im Bunt

So will ich schauen
des Menschen Bild
ruhend und schaffend
in der Zeiten Geistesherrn
sich in immer neuen Räumen offenbarend

So will ich mich entfalten
in die Geister der Zeit.

Das Spielbrett

Ruth Veron

Es ist nicht an der Zeit,
sich Zeit zu nehmen für Dinge
die man tun möchte
oder muss,
es ist an der Zeit,
zu tun,
wonach das Leben ruft und
die Zeit aus dem Spiel zu lassen,
denn die Zeit ist das Brett
auf dem man spielt.

in 10 years we’ll still be on time...

Katharina Ludwig

Witten, 25. Juli 2007
Lieber Philipp,
Vor ein paar Tagen begann diese Frage: „Was ist an der Zeit?“ sich in meinem Kopf zu wiederholen. Ich hatte mich schon entschieden, dass ich nichts schreiben würde, denn sie schien zu groß, aber sie wollte nicht loslassen.
Was ist an der Zeit?
Diese Frage erwartet mich also, als ich aus Afrika zurückkomme.
Meine erste Reaktion: Die Frage lässt sich nicht beantworten.
Denke mal, wenn wir etwas fixieren, was uns hier, in unserem Leben, an der Zeit vorkommt, dann ist das in anderen Erdenteilen, wo Menschen mit ganz anderem Bewusstsein leben, schon wieder alles Quatsch. Oder habe ich einfach noch kein Vertrauen in das, was die Frage wirklich fragt?
Ich sage zum Beispiel, es ist an der Zeit, Verantwortung zu genießen.
Es ist an der Zeit, sich nicht für das, was andere getan haben, schuldig zu fühlen, jedoch aber das, was man selber macht, genau zu überprüfen, kurz: Bewusstsein!
Erzähle jedoch mal jemandem, der für seinen Lebensunterhalt stielt, dass es an der Zeit ist, Verantwortung für unsere Welt zu übernehmen.
Er wird Dir einen Vogel zeigen, und evtl. gleichzeitig Dein Handy klauen.
Was an der Zeit ist, kann ich das nicht nur für mich selbst sagen, für meine Welt? Leben andere Menschen nicht mit ganz anderen Dingen, die sie ihre Welt nennen? Sind dann nicht ganz andere Dinge für sie an der Zeit?
Ich komm nicht weiter.
Deine Katha

Basel, 27. Juli 2007
Lieber Philipp
Noch ein Versuch.
Wie also herausfinden, was an der Zeit ist?
Ich befinde mich in einem Wirrwarr von leeren Begriffen, zum Beispiel: „Begegnung“
Begegnung ist an der Zeit. Oder Beziehung? Ein schwacher Versuch... Begegnen sich Menschen nicht auch, wenn sie miteinander streiten? Gewalt ist auch eine Sichtbarmachung der Beziehung zwischen zwei Menschen. Oder sollte man es hier anti-Beziehung nennen?

Das, was lebt, wenn sich Menschen wirklich für einander interessieren, kann das die Antwort auf diese verflixte Frage sein? Aber was ist das? Wo Interesse besteht, kann viel passieren. Aber was passiert da? Wieder das Wort Begegnung! Was macht hier den Unterschied, zur Gewaltbegegnung? Interesse bringt eine Begegnung mit mehr Wahrnehmung mit sich. Wahrnehmung. Hier ist gemeint, den Menschen so zu erleben und akzeptieren, wie er ist, ihn also wahr zu nehmen (das gleiche Wortstück ist auch in der Wahrheit), und ihn nicht ändern zu wollen. Akzeptanz. Wenn ich so weiter mache komme ich bald bei der alles umfassenden Liebe an. Dann ist es nur noch ein kleiner Schritt bis Gott. Alles innere Werte. Geisteswerte. Kann das die Antwort sein? Eine der Antworten?
Ich weiß nicht,
vielleicht bald mehr...
Deine Katha

Wieder Witten, 28. Juli 2007
Lieber Philipp.
Mehr Gedanken, aber irgendwie gehen sie im Kreis.
Ist es an der Zeit, dass die Elite dieser Welt, der wir beide angehören, also diejenigen, die Zeit haben, sich Gedanken zu machen, was denn an der Zeit sei, endlich beginnt, für die, die keine Zeit dafür haben, weil sie täglich erneut bei Null anfangen, zu arbeiten? Innerlich? Äußerlich?
Meint: während ich hier sitze und dies schreibe sterben ein paar Kinder, der Rest hungert weiter, und ich frage mich, was ist an der Zeit? Brot für die Welt? Habitat for Humanity? Hört sich so an, als hätten wir nichts Besseres zu bieten.
Was ist also wirklich dran?
Deine Katha

Zwischen Soest und Dortmund, 29. Juli 2007
Lieber Philipp,
Was ist an der Zeit?
Ich hab keine Ahnung, und grade spielt irgendein Lied im Radio, „in 10 years we’ll still be on time...“ Da haben wir es auf Englisch, an der Zeit, on time!!
Liebe Grüße,
Deine Katha

Wieder in Basel, 31. Juli 2007
Lieber Philipp,
tagelang mit der Frage in mir, was ist an der Zeit?
Aus dem Wirrwarr der letzten paar Tage form sich ein ruhigeres Bild.
Ich bin nun seit einer Woche aus Südafrika zurück, dort habe ich mich weiterentwickelt im ständigen aufeinanderprallen von verschiedenen Kulturen, verschiedenen Verständnissen, Verschiedenheiten.
Was hat das mit mir gemacht? Mich gestärkt in dem, was ich glaube zu sein. Jung und voller Wille, jung und voller Kraft, jung, und voller Fehler, jung und trotzdem voller Verantwortungsbewusstsein.
Ich bin jung.
Was mache ich daraus? Alles, was geht. Suche den Weg, der sich richtig anfühlt (als junger Mensch ist es mir ja erlaubt, rein aus dem Fühlen zu handeln), gehe den Weg, der sich richtig anfühlt, und finde immer wieder Spiegelungen meiner Selbst, die mich meiner Selbst etwas mehr bewusst machen. Ich muss ja nicht perfekt sein. Wenn ich etwas vermassele heißt es, sie tut ja, was sie kann, sie ist ja noch jung ... und ein Auge wird zugedrückt.
Immer wieder strebe ich nach dem Festen, nach dem Ernsten, nach dem Effizienten, um aus dieser Haltung der Nachsicht meinen jungen Fehlern gegenüber zu flüchten. Mein Jungsein will alt werden, will fest werden. Jedoch ist es viel wertvoller, das Jungsein zu erhalten, aus ihm heraus zu sein, wie ich sein will, wie die Welt mich braucht, wie ich am besten bin. Denn Anpassung an das Alte wird der Welt nicht helfen! Passen die beiden überhaupt zusammen, jung sein und alt? Ist nicht das Ernste, das Erfahrene, das Verantwortungsvolle etwas, was das Alter sich zu schreibt, was aber nicht ihm allein gehört?

Täglich die Frage, was schreibe ich Philipp, was an der Zeit ist?
Hier ist was...
Es ist an der Zeit, das Jungsein ernst zu nehmen.
Da, wo mein Jungsein mir Fehler einräumt, weil ich ja noch jung bin, da werde ich den jungen Menschen reduziert. Plötzlich werde ich nicht als ganzer Mensch wahrgenommen. (Alten Menschen machen auch Fehler!)
Es ist an der Zeit, die Qualität des Soseins junger Menschen für voll zu nehmen. Ihre Impulse, ihre Geschenke an die Welt zu schätzen, wenn sie denn voller Wille und Kraft dargeboten werden!!
Junge Menschen, das bedeutet nicht nur vom Alter her jung. Manche Menschen sind schon alt aber noch jung. Alle die sind jung, die beweglich sind, die die Welt aus den Fugen heben wollen, sich ihr nicht kraftlos unterwerfen. Das Jung sein, dass ich meine, ist voller Wollen!! Dieses Wollen muss ernst genommen werden, sonst fehlt der Welt Entscheidendes.
Was mir an diesem Gedanken am besten gefällt ist, dass er sowohl hier, in Mitteleuropa, als auch in Afrika, in den Amerikas, in China und Ungarn gelten kann! Es ist nicht nur mein Gedanke, es ist ein Gedanke, der irgendwie universal wahr scheint. Weiß auch nicht, wo ich den gefunden habe, oder er mich.
Liebe Grüße
Deine Katha ‹

An der Zeit zu reisen

Lena Sutor-Wernich

"The meaning of becoming yourself is to be able to give meaning to yourself." (Orland Bishop)
Es ist an der Zeit zu reisen.
Neue Wege und Orte warten auf mich, Begegnungen stehen an, Überraschendes, Furchterregendes, Herausforderndes, Ermutigendes wird mir widerfahren. Die Reise verläuft in der Form einer Lemniskate, und diese Formgebung zu durchschauen, kann Kraft geben, die Reise zu unternehmen, bewusst zu unternehmen.
Eine Reise beginnt mit einem Ruf. Etwas ruft mich. Eine Frage weist mich auf diesen Ruf hin, eine Frage wie vielleicht diejenige: Was ist an der Zeit? Wo empfinde ich den größten Schmerz, wo die größte Freude? Eine Frage bringt mich in Konflikt mit dem Gewordenen. Dem Gewordenen in mir und in der Welt - wenn das überhaupt zu trennen ist. Schatten begegnen mir, Hindernisse, Zweifel. Prüfungen weisen mir den Weg zur Wende, zeigen mir in scharfer, unerbittlicher Weise, wer ich bin und wozu ich fähig bin – wenn ich darauf vertraue, meinen Sinn zu wenden.
Der Wendepunkt, der Nullpunkt von der Krise zur Idee will durchschritten werden. Tue ich dies bewusst – und auf diese bewusste Erfahrung und Übung kommt es an – „findet der Weltprozess eine Idee in mir“, durchschaue ich die Beziehungen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, mache das Gewordene zum Werdenden, fasse die Zukunft, bevor sie auftaucht. Dies in einer Vereinigung von Herz und Kopf, die an der Zeit ist, ersehnt - doch was heißt diese Einheit? Seinem Herz zu folgen, heißt nicht automatisch, seinen Gefühlen zu folgen. Was ist dieses Herz, diese „Kultur des Herzens“, dieses „Herzdenken"? Vielleicht ist auch diese Frage der Beginn einer Reise, auf der ich dem immer näher komme, was in diesen Wörtern lebt, es erübe, es zulasse, es erfahre.
Eine Idee wird aus dem Nullpunkt geboren, und wieder ist Vertrauen gefragt, um mit ihr meine Reise fortzusetzen. Vertrauen und ein realistischer Optimismus, der mich in meinen Taten stärkt. Ein dreifacher Optimismus: Optimismus geistiger Art – ich kenne den inneren Ort, aus dem ich handle, ich bin in Kontakt mit meinem Wesen. Optimismus seelischer Art – Ich weiß um meine anhaltende Kraft, Schmerz und Schatten in etwas Positives zu transformieren und ich sehe die Schönheit mitten auch in der Hässlichkeit. Optimismus körperlicher Art – ich spüre, dass meine innere Gewissheit bis ins Körperliche hinein gegründet ist.
Und ich handle aus meiner Einsicht, handle sofort, lasse die imperfekte Perfektion zu, damit sich Idee und Realität vermählen können und nicht verkümmern, jede im eigenen Reich. Aus dieser Vermählung empfange ich Zielkraft, höre einen neuen Ruf. Ich schaue zurück und vorwärts auf meine Lemniskaten-Reise. Mein Schwung trifft sich mit dem anderer Reisender. Wir sind an der Zeit. ‹

zeit.wahr.nehmen

Adrian Wagner

Die Frage was an der Zeit ist, ist immer auch eine Frage nach der Zeit. Sie ist schwer zu fassen, Oft rinnt uns die Zeit aus den Fingern obwohl es noch so viel zu besprechen gebe oder sie vergeht lähmend, Tröpfchenweise in der lang-weiligen Unterrichtsstunde. Durch Zeit kann ich Richtung wahrnehmen, Rhythmen sind wiederkehrende Zeitabstände. Am Anfang wurde die Zeit an der Sonne gemäßen. Zeit ermöglicht es mir in die Vergangenheit zu blicken und in die Zukunft zu planen. Ich werde mir selbst bewusst, kann reflektiert handeln und voraus-schauend planen. Rhythmen bestimmen nach wie vor auch heute unsere Zeit, die mechanische Uhr jedoch ermöglicht es uns aus diesen auszubrechen. Durch die exakte Uhrzeit kann ich mit jemand anderem einen Zeitpunkt ausmachen, Rhythmen eigenständig gestalten, oder auch nicht. So besteht immer die Gefahr mich in eine Knechtschaft mit der Zeit zu begeben, mich gedanklich an Vergangenem festhalten oder mich ständig nach neuem zu sehnen. Lediglich der Moment ist zeitlich nicht festzuhalten. Den Moment in seiner Einzigartigkeit, kann ich weder gedanklich noch zeitlich fassen. „Jetzt“ ist eine andere Zeit als „Jetzt“. Zeit bedeutet ent-wicklung ohne Zeit könnte Entwicklung niemals begriffen, definiert werden. In diesem Sinne bedeutet, was ist an der Zeit, die Frage: Was möchte entstehen? Zwei Dinge sind damit verbunden: Bewusstsein und Engagement. Mein bewusstes Sein nimmt wahr was an der Zeit ist. Wie bewusst schreite ich durch den Alltag? Bin ich gefangen in dem inneren Monolog meiner Gedanken die Mal in die Vergangenheit gerichtet, mal in die Zukunft blicken? Mein Engagement, ermöglicht es mir in einem bestimmten Zeitraum etwas zu unternehmen, Initiative zu ergreifen, Zeiträume zu gestalten. Doch wie oft setzte ich mich durch zeitliche Vorgaben unter Druck, baue mir Grenzen an denen ich Gefahr laufe zu zerbrechen? Wie schaffe ich es nun Bewusst-Sein und Engagement in der Welt, in Einklang zu bringen, mit dem was an der Zeit ist? Eine persönliche Erfahrung entstand bei einem Training mit Nicanor Perlas nach einer World Cafe Einheit, als gemeinsam Fragen und Anregungen ausgetauscht wurden. Die vorherige Bearbeitung der Fragen an Tischen mit immer wieder wechselnder Besetzung schuf eine besondere Intensität. Aus dieser entstand eine andere Zeitwahrnehmung und ein ungewöhnlicher Bewusstseinszustand. So fühlte ich mich eng verbunden mit dem Raum, den Menschen und den Fragen und dennoch mehr bei mir Selbst. Das eigenartige daran, meine Identität, was ich bin woher ich komme, was ich werden will rückte für einen Moment in den Hintergrund und schuf Raum. Ich war weder verloren in den Innereien meines Bewusstseins noch im äußerlichen Tun meines Engagements gefangen. Weder die Unmotiviertheit zu handeln, noch der überstürzte Aktivismus blockierten oder trieben mich an. In einem Moment der Wahrnehmung wurde ich mir meinem Selbst bewusst. Einem Selbst das beobachtet wie auch gestaltet. War dieser Freiheitsimpuls, lediglich ein Funke im Dunklen? Vermutlich schon, deshalb ein Training, ein Übungsweg um letztendlich selbst-bewußt der Welt Raum zu geben, damit durch mich hindurch das entstehen kann was sich im werden befindet, was an der Zeit ist.

Conditions of labour

Tobias Ossmark

The so called Was-ist-an-der-Zeit?-phone needs some handeling. Among all voices we might connect ourselves with, there is one, which, I believe, it is worthy listening to. It belongs to the almost forgotten english 19th century writer John Ruskin. In 1849, being 30 years old, he published his "Seven Lamps of Architecture". Though this is an literary masterpiece, it is also an overwhelming speech, which touches the breast of the present reader. One can, really, not overestimate the importance of such genuin individual texts. They reach far beyond all the widespread Schulwissen of our present age. In fact, what interests me is that Ruskins writes about architecture although he rather, indeed, delivers a subtle social theory or practical philosophy. Maybe his analysis of "labour" is the very central notion of all this. Quote:

”…it is one of the appointed conditions of labour of men that, in proportion of the time between the seed-sowing and the harvest, is the fulness of the fruit; and that, generally, therefore, the farther off we place our aim and the less we disire to be ourselves the witnesses of what we have laboured for, the more wide and rich will be the measure of our success.”

The analysis of labour might be considered as the capital theme of the 19th century, and it returns of course in Rudolf Steiner by multiple ways. As background-theme deserves also the slave-alike labour of early industrialization. The quote above is certainly somewhat platonic coloured. Nevertheless, there is something about it: the labour for others means simultaneously being congruent with a long span, a timespan. The sustainability of labour has no quantitative criterias, it rather is beeing carried by the durable perception, knowledge and self-possession of this potential span. And when science, understood as such labour, indeed, stretches itself to the elementary experienced timehorizons, it may also become the foundation of a shining, empirical and intersubjective edifice (= the dream of natural sciences). The very art of Ruskins writings belongs, in my view, to this science mostly yet undone.